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Bye Bye, Lübben City

Bluesfreaks, Tramps und Hippies in der DDR

Kapitel: Einmal um die Welt

Harald Hauswald

Mit Bürkholz war ich jedes Wochenende in den besten Schuppen der DDR , etwa im “Lindengarten” in Dresden-Hellerau oder im Frohburger “Wyratal”. Letzterer genoß bei den Trampern einen legendären Ruf. Der Wirt hatte zwei große, schwere Söhne, etwas mürrisch, aber trotzdem sympatisch. Eines Abends fragten sie nach unseren Bleibe. Keiner hatte eine. Da gingen sie mit uns zu Garderobe, wo haufenweise Decken, Luftmatratzen und Armeeplanen lagen. “macht´s euch bequem!” Dan verschwanden sie. Etwa zwanzig Leuten verteilten sich über die Tanzfläche. Einige schnarchten schon, als die Tür aufging und der Chef reinkam. Ich lag ganz vorne und tat so, als wenn ich völlig schlaftrunken sei. Aber er hatte gar nicht vor, uns rauszuschmeißen. Er sah mich kurz an, gab mir ein Zeichen, das alles okay ist, drehte eine Runde und schloss leise die Tür. Starke Geste!

Als ich später mit Bürkholz in Frohburg Station machte, hatten die Söhne selbst zusammengezimmerte Boxen im Saal installiert. Mit Frumpy und “How the Gipsy was Born” lief der Aufbau der Anlage noch mal so gut. Bei irgendeinem Gig, ich weiß nicht mehr wo, ging ich in der großen Pause hinter die Bühne. Als ich die Tür zu Bandgarderobe öffnete, sah ich zuerst einen bloßen Hintern und dann eine nackte Frau auf dem Klavier. Sie war voll bei der Sache, der Rest schaute zu. Nach der Nummer fragten sie ob noch jemand wolle. Wollte niemand. Auch ich verneinte, fand das alles peinlich. Trotzdem war es eine wunderbare Zeit, mit interessanten Menschen und tollen Erlebnissen

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